Digitaler Neujahrsempfang 2025 I: Betriebliche Altersvorsorge als Stresskiller?

Für unsere Kunden und Interessenten veranstalten wir regelmäßig Events rund um die aktuellsten Entwicklungen und Trend zur (betrieblichen) Altersvorsorge & Benefits.

Am 30.1.2025 war es soweit!

Erstmals haben wir Kunden und Kooperationspartner eingeladen, von ihren Erfahrungen zu berichten.

Wir werden in Kürze die einzelnen Beiträge hier vertiefen.

Warum veranstalten wir Entscheider-Events?

Weil wir davon überzeugt sind, dass geteiltes Wissen doppeltes Wissen ist.

Weil wir sehen, wie inspirierend es auf unsere eigene Sichtweise ist, wenn wir uns mit anderen austauschen. Dieses Feedback erhalten wir auch von unseren Kunden.

Auf betriebliche Altersvorsorge kann man von verschiedenen Blickwinkeln her blicken:

  • Aus Mitarbeitersicht ist es die Hilfe, ein privates Problem zu lösen.

  • Aus Sicht der Gesellschaft und der Volkswirtschaft ist es die Übernahme von Verantwortung durch Wissens- und Erkenntnisvorsprung, der Unternehmern zugesprochen wird, um soziale Lasten zu vermeiden und nachhaltige ökonomische Eigenständigkeit zu fördern.

  • Aus Sicht des Unternehmens ist es eine Mischung aus vorausschauendem Denken, Übernahme von Verantwortung und Verbesserung der Leistungsungsfähigkeit der Mitarbeitenden und wettbewerbsfähig zu sein als Arbeitgeber. Auch unter ESG-Gedanken ist die betriebliche Altersvorsorge ein wichtiger Punkt.

Der letzte Punkt “Leistungsverbesserung der Mitarbeitenden durch bAV” mag nicht auf der Hand liegen. Deshalb haben wir diesem Punkt beim digitalen Neujahrsempfang Zeit eingeräumt.

Was wirkt einschränkend auf die Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden ?

Wenn wir um uns herum schauen, bemerken wir Unsicherheit. Unsicherheit was die politische Stabilität in Deutschland, unseren Nachbarländern und international angeht. Unsicherheit aber auch durch massiv gestiegen Preise für Alltägliches in den letzten Jahren, ausgelöst durch die Folgen der Pandemie. Neu ist nach einem ausgeprägten Arbeitnehmer-Markt die zurückgekehrte Angst um den Arbeitsplatz durch massiven Stellenabbau zum Beispiel in der Automobilindustrie. Unsicherheit durch Fake-News und Verhaltensweisen von “Vorbildern”, die absolut nicht unserem Wertebild von Wahrheit und Solidarität entsprechen. Dauerbrenner in Sachen Unsicherheit ist die Frage, wie sich die gesetzliche Rente in Deutschland entwickeln wird.

Aus Unsicherheit werden Sorgen. Unsicherheit in vielen Dingen und Lebensbereichen werden zu vielen Sorgen. Viele Sorgen werden zu Stress. Stress führt zu (Ver-) Spannungen, die körperliche und psychische Erkrankungen begünstigen.

Sorgen machen gehört zu den Denkmustern, die das Risiko von Ängsten, Depression, Stress und Burnout erhöhen.

(Quelle: Warum macht Armut krank)

Aus der Sorge um ein ausreichendes Alterseinkommen sind längst Ängste von - je nach Umfrage - mehr als der Hälfte der Deutschen geworden. Manche Erhebungen nennen noch weitaus höhere Prozentzahlen. Angst vor Altersarmut - ist sie berechtigt?

Wenn wir uns die Zahlen ansehen, ist die Angst unbedingt berechtigt!

822 € Altersrente bezieht 2025 die Rentnerin.

1.319 € Altersrente bezieht 2025 der Rentner.

Als arm gilt in Deutschland 2025, wer über weniger als 1.313 € für seinen Lebensunterhalt verfügen kan.

Was Ängste mit Menschen anstellen, lohnt noch einen Augenblick, zu überdenken: Die Summe verschiedener Ängste ist nicht die Addition von Kleinigkeiten sondern besitzt exponentiellen Charakter.

Um so stärker, je mehr Ängste sich dazugesellen - bei fortschreitend schwindender Resilienz - und je weniger der Ängste aufgelöst werden. Wir sprechen dann von Stress.

Über Geld spricht man nicht. Über Angst auch nicht!

Die Angst vor Armut in einer Lebensphase, die keine aktive eigene Lösung ermöglicht, ist subtil dauerhaft und verstärkt sich ohne Zutun mit zunehmendem Alter.

Angst lähmt.

Unsicherheit, Scham und wer will sich schon als Verlierer, als Verschieber outen? “Jeder weiß doch eigentlich, dass man was tun muss für die Rente” - aber nicht einmal 25 % der Bürger sparen mehr als 100 €. Dabei wären mehrere hundert Euro notwendig! Über die Angst vor Altersarmut wird kein Mitarbeiter mit seinem Chef reden. Wenn wir von Geschäftsführern hören “Aber es fragt uns doch keiner nach betrieblicher Altersvorsorge”, dann ist das nicht ein Ausdruck von Desinteresse sondern eher Scham und fehlendem Wissen zuzurechnen.

Für 80 % der Mitarbeitenden ist die betriebliche Altersvorsorge das wichtigste Benefit!

Die Befragung führte die pronova BKK 2023 durch und traute wahrscheinlich ihren Augen nicht. Das zweitwichtigste Benefit waren “freie Getränke”, gefolgt von betrieblichen Pflege- und Gesundheitsangeboten. Gesondert wurden die 18-29 jährigen nach ihren Benefits-Prioritäten befragt - mit demselben Ergebnis: Für 79 % ist die betriebliche Altersvorsorge das wichtigste Benefit!

Diese Erkenntnisse passen perfekt zusammen: Die Mehrheit der Bürger hat Angst vor Altersarmut und für die Mehrheit der Beschäftigten hat die betriebliche Lösung gegen diese Angst Prio ONE!

Die betriebliche Altersvorsorge kann signifikant dazu beitragen, Angst zu lindern. Weil sie die finanzielle Seite der Angst vorm Alter nimmt.

Die betriebliche Altersvorsorge signalisiert noch einen weiteren wichtigen Aspekt: Sie gibt Existenzsicherheit, sie ist Ausdruck, Planungssicherheit zu haben. Wer betriebliche Altersvorsorge angeboten bekommt, bekommt das Angebot eines auf Dauer angelegten Arbeitsplatzes, eines regelmäßigen, kalkulierbaren Gehaltes. Sicherheit, die Miete bezahlen zu können, die Familie ernähren zu können - einige Sorgen weniger haben zu müssen. Weniger Sorgen, mehr Sicherheit.

Betriebliche Altersvorsorge wirkt gegen Angst und gibt Zuversicht.

Betriebliche Altersvorsorge ist weder Wunderwaffe noch Allheilmittel gegen jede Angst und jeden Stress. Aber mit der betrieblichen Altersvorsorge, bei der der Einzelne nur einen kleinen Teil des effektiven Betrages selbst übernimmt, aber der mehrfache Wert für ihn/sie - sicher und gleichzeitig renditestark und nachhaltig - investiert wird, wird jedem Angestellter ermöglicht, die notwendigen Einzahlungen für ein sorgenfreies Leben 2.0 leisten zu können.

Betriebliche Altersvorsorge ist die begründete Zuversicht auf ein erfülltes und gesundes Leben 2.0

Das Leben 2.0 hat Udo Jürgens eins besungen “Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an”.

Für Arbeitgeber lohnt sich also ein sehr gutes betriebliches Altersvorsorgekonzept gleich mehrfach: Sie haben gesündere, leistungsfähigere Mitarbeiter, die zu mehr Gewinn führen, die weniger Fehltage, also auch weniger Absentismus- und Präsentismuskosten verursachen und die Zuversicht verbreiten.

Und wann hätten wir Zuversicht jemals besser gebrauchen können als heute?